La Baie des Anges

Nahverkehr an der Côte d’Azur

Nicht nur für die Bewohner, sondern gerade auch für Studenten oder Touristen ist das Nahverkehrsnetz an der Côte d’Azur sehr attraktiv.

Die herrschende Verkehrssituation ist bekannt:
Aggressive Autofahrer, viele Rollerfahrer die sich überall durchdrängeln und Kunststücke vorführen müssen, Fußgänger die bei rot über die Ampel gehen, Busfahrer die bis auf wenige Zentimeter auffahren und gerne mal hupen und natürlich die Unmöglichkeit in der Stadt einen Parkplatz zu finden – und wenn dann zu horrenden Kosten (Innenstadt 1,50EUR die Stunde).

Deshalb bietet es sich – wie in allen größeren Städten – gerade zu nur an, auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen.

Nur was macht den Nahverkehr in Nizza und Umgebung so anders, dass ihm deshalb gleich wieder ein extra Artikel gewidmet wird?

Hierfür gibt es drei Gründe:

1. Ein gute ausgebautes Netzwerk
2. Geringe Preise
3. Trotzdem gute Qualität

zu 1.:
Im Busverkehr kann man in und um Nizza grundsätzlich zwei verschiedene Verkehrsbetriebe unterscheiden:

- Ligne d’Azur: Eine Verbindung der Busnetze von Nizza, La Trinité, Cagnes-sur-Mer und Bus-Var-Mer. Wie die Fahrplankarte (pdf) zeigt, reicht das Netz durch diesen Zusammenschluss von Vence im Westen bis (fast) Monaco im Osten und Duranus im Norden (deckt somit einen Bereich von ca. 30x40km ab).

- Transports collectifs (TAM): Die größte Busgesellschaft im Departement Alpes-Maritimes. Fährt auch Haltestellen innerhalb der anderen Netze an.

Einen Überblick über die Abdeckung der verschiedenen Netze findet man hier.

- Zug: Beinahe jedes kleinere Dorf oder Städtchen an (der Küste) der Côte d’Azur hat seinen eigenen Bahnhof. Somit ist es möglich entlang der Küste alternativ auch den Zug zu benutzen. Lediglich in das Landesinnere führt aufgrund des Seealpen-Massivs von Nizza aus nur eine Strecke, die aber – zumindest für den Alltag – nicht weiter von Bedeutung ist. Der französische Schnellzug TGV hält ebenfalls in Nizza, allerdings fährt er auch nicht direkt nach Norden (zum Beispiel nach Paris), sondern benötigt erst einen Umweg über Marseille. Da die Strecke entlang der Küste außerdem sehr kurvenreich ist, wird die Geschwindigkeit des ‘Schnell’zugs hierdurch auch extrem beeinträchtigt.

zu 2.:
- Ligne d’Azur: Eine allgemeine Preisübersicht findet sich auf der Seite der Ligne d’Azur. Besonders anzumerken: Eine einfache Fahrt im gesamten (!) Busnetz kostet nur einen Euro (gilt bis 74 Minuten – also auch die Möglichkeit umzusteigen inbegriffen), ein Monatsticket für Studenten nur 20 Euro. Mit beiden Tickets lässt sich auch die Tram (Straßenbahn) benutzen.

- TAM: Auch hier kostet das sogenannte Ticket Azur nur einen Euro. Konkret heißt das, dass man zum Beispiel von Nizza nach Monaco (~20km) mit dem Bus ebenfalls nur einen Euro bezahlt.

- Zug: Im Vergleich zum Bus ist der Zug leider etwas teurer. Im Vergleich zum Bus kostet eine (einfache) Fahrt nach Monaco 3,30 EUR, ist aber deutlich schneller.

zu 3.:
- Sowohl die Busse der Ligne d’Azur (Stadtbusse), wie auch die der TAM (Reisebusse – da hauptsächlich Überlandfahrten) sind relativ neuwertig und sauber.

- Die Züge (meist Doppeldecker) sind noch sehr neu (Baujahr 2004 aufwärts) und sehr sauber. Vereinzelt kommen noch (vor allem bei der TER – Untergesellschaft der SNCF für den Regionalverkehr) die Corail-Wagen zum Einsatz, welche allerdings schon etwas älter sind.

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